Gefunden: Was ich in meiner Gemeinde nicht sagen darf

„Burning Church“ aus Österreich hat ein Projekt gestartet, von dem ich schon lange träume. Auf ihrer Website entsteht ein angstfreier Raum, in dem alles geäußert werden darf, was Leute in ihren Gemeinden „nicht sagen dürfen“. Damit legen sie einen Finger auf eine Wunde unserer Zeit. Viele wagen es nicht, bestimmte Dinge in ihrer Gemeinde auszusprechen, weil es nicht dem Bibelverständnis, der Vorstellung, wie man leben soll oder den ungeschriebenen Gesetzten ihrer christlichen Gemeinschaft entspricht.

Dadurch geschieht automatisch eine innere Ablösung dieser Menschen von ihrer Gemeinschaft. Denn wenn ich nicht mehr sagen darf, was ich denke, geht mein Reden und das, was ich glaube/tue zwangsläufig auseinander. Die Gemeinde wird dann von einem Raum der Freiheit zu einem Raum der Angst. „Wenn rauskommt, was ich wirklich denke brauche ich da gar nicht mehr auftauchen.“

 


»Wie kann das gehen: Sagen, was man wirklich denkt?«

 

Vor allem beim Lesen von „Warum ich nicht mehr glaube“ ist mir deutlich geworden, wie unfrei sich einige junge Christen in ihren Gemeinden fühlen und wie schnell Strukturen entstehen, die zu Angst und falscher Moral führen. Seitdem frage ich mich wie das gehen kann: Sagen, was man wirklich denkt. Wie können unsere Gemeinden zu Orten werden, in denen niemand Angst haben muss, ausgeschlossen zu werden? Wie können wir Räume schaffen, in denen Menschen nicht erst ihren ganzen Mut zusammennehmen müssen, bevor sie etwas Kritisches sagen?

Burning Church hat einen klugen ersten Weg gefunden. Danke für den Mut!

Hier könnt ihr euch die bisherigen Beiträge ansehen und selber einen Beitrag einsenden: LINK

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