Der Neolog – Weiter Glaube(n)

Ein Blog – noch einer… aber hier schreibt niemand allein vor sich hin: Wir möchten ein Gespräch eröffnen. Als junge Leute, fromm und zweifelnd; unserer Prägung bewusst und unserer Standpunkte nicht immer sicher, tasten wir uns an unser eigenes Lebens- und Glaubensgefühl heran; was wir denken und hoffen; was uns inspiriert, bewegt und ärgert. Wir möchten lernen, uns auszudrücken und Worte zu finden. Für uns und für andere, die ihre Gedanken sortieren wollen. Und wir meinen, dass es so einen Gesprächsraum braucht, in dem all das Unfertige erlaubt ist, damit wir weiter (oder weites? oder weiteres?) Denken, Glauben, und Sprechen lernen.

Für uns bedeutet das zunächst: Wir sind unterwegs; auf der Suche nach dem eigenen Standpunkt und schreiben uns dafür durch das Dickicht der Möglichkeiten. Oder, weniger pathetisch: Wir möchten lernen, ehrlich und positiv zu formulieren, wie wir das Leben gestalten, den Glauben denken und über beides reden wollen. Wir vernetzen uns, tauschen uns aus und gucken uns gemeinsam um in unserer schönen, widersprüchlichen Welt – die sich unserer Wahrnehmung nach gerade ganz schön wandelt. Oder sind das nur wir, die sich verändern?

Wir beobachten, dass momentan ein Raum entsteht, der sich mit immer mehr Menschen aus unserer Generation füllt. Mit dabei sind gleichermaßen Frustrierte und Neuentdecker; Aussteiger und Rückkehrer – und wir fügen dem Gespräch unsere Stimme hinzu. Ob zaghaftes Bekenntnis oder frustrierte Abrechnung; ob jubeltaumende Berichte oder heißer Tipp: Hier darf es das alles geben, weil wir hier neue Worten finden.

Wenn du magst, dann komm in diesen Raum dazu und fang an mitzureden. Wenn etwas Neues entsteht (ganz neo eben), dann ist das großartig; wenn wir dadurch in einen Dialog kommen, noch besser.

Der Traum ist, dass wir nicht nur weiter glauben – wir wünschen uns weiten Glauben.